Lastschrift / Bankeinzug / ELV

Mit Lastschrift, Bankeinzug oder ELV ist immer ein und dieselbe Zahlungsvariante gemeint. Kurz gesagt die Lastschrift gehört zum Bereich des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dass die Lastschrift ausgeführt werden kann, erteilt der Zahlungsempfänger seiner Bank den Auftrag, vom Schuldner eine gewisse Summe von seinem Bankkonto abzubuchen und seinem Bankkonto gutzuschreiben.
Die Grundlagen für das Lastschriftverfahren sind im sogenannten „Abkommen über den Lastschriftverkehr“ festgelegt. An diesem Abkommen sind alle Geschäftsbanken, Sparkassen und Volkskassen beteiligt.
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In Deutschland gibt es zwei Arten von Lastschriften. Die Unterkategorien sind einmal das Abbuchungsauftragsverfahren und einmal das Einzugsermächtigungsverfahren.

Was ist das Abbuchungsauftragsverfahren?
Bei einem Abbuchungsauftragsverfahren erteilt der Schuldner seiner Bank den Auftrag, dass die Lastschrift eines bestimmten Gläubigers eingelöst werden soll.

Was ist das Einzugsermächtigungsverfahren?
Hierbei löst der Gläubiger die Buchung aus, ohne das der Schuldner, irgendwie in Kontakt mit seiner Bank treten muss.

Die Lastschrift, als Abbuchung oder Einzug, wird gerne als Mittel der Bezahlung im Bereich von Lieferungen und Leistungen genutzt. Aber eher unüblich als Zahlungsvariante im Bereich von Werkverträgen oder Werklieferverträgen.

Probleme der Lastschrift
Bei der Nutzung der Lastschrift kann es dem Gläubiger passieren, dass diese nicht eingelöst wird. Diese Situation wird mit dem Fachbegriff Rücklastschrift bezeichnet. Die Rücklastschrift kann verschiedene Gründe haben:

  • Das zu belastende Konto besitzt keine Deckung oder es existiert keine Kreditlinie für das Girokonto.
  • Das bei dem Lastschriftverfahren angegebene Konto gibt es nicht oder ist aufgelöst worden.

 

  • Das angegebene Konto ist kein Girokonto, sondern ein Sparbuch. Bei Sparbüchern ist rein technisch keine Lastschrift möglich.
  • Die Rücklastschrift kann auch entstehen, weil die Kontonummer und der Name des Schuldners nicht übereinstimmen.

 

  • Nur möglich bei Abbuchungsverfahren: Es gibt keinen Abbuchungsauftrag.
  • Der Gläubiger widerspricht der Lastschrift, was nur bei einer Einzugsermächtigung möglich ist.

 

Nachteile der Lastschrift
Das Lastschriftverfahren kann für betrügerische Absichten genutzt werden. So kann es zu unberechtigten Lastschrifteinzug oder zur Lastschriftreiterei kommen, mit der Hoffnung das der mit der Zahlung belastete Kontoinhaber nichts merkt. Beide genannten Betrügereien sind definitiv strafbar.